Im Hinblick auf die Präsentationen der Konzepte diese Woche Freitag möchte ich nochmal zwei Dinge kundtun, die mir im Zuge des Seminars aufgefallen sind. Dabei möchte ich gar nicht Inhaltlich auf die einzelnen Konzepte eingehen, denn diese werden ja erst am Freitag offiziel vorgestellt.
Zum einen ist mir Woche für Woche aufgefallen, dass es bei der Tiefe der Konzeptideen und des relativ offenen, praxisnahen Seminaraufbaus sehr schwer ist Inhalte oder noch offene Aspekte “rüber” in die virtuelle Ebene zu bekommen. Das lag oftmals auch daran, dass Fragen oder Diskussionspunkte bereits real im Kurs besprochen wurden und so virtuell nur noch eine wiedergebende Funktion übrig blieb, aber auch daran, dass durch die Gruppenaufteilung nicht jedem Teilnehmer das Wissen der anderen Gruppen zugänglich war. So hatte zumindest ich öfters das Gefühl, dass ich eigentlich nur langweilig herunter schreiben kann was diese Woche im Kurs geschehen ist. Fragen und Diskussionspunkte wurden bereits im Kurs, auch Aufgrund der vorhandenen Expertise der jeweiligen Gruppen, sehr gut beantwortet bzw. geklärt. Eine Weiterführung oder Vertiefung einzelner Themenaspekte ist mit moderatem Zeitaufwand auch kaum möglich, denn den Vorsprung die eine Expertengruppe hat kann man quasi “nebenbei” nicht aufholen. So fällt es einem relativ schwer sich Sinnvoll im virtuellen Bereich des Seminars einzubringen. Dies haben auch einige Gespräche mit meinen Komilitonen bestätigt. Der Satz: “Ich weiss gar nicht was ich Twittern/Bloggen soll” fiel relativ häufig. Das Postive daran ist: Es ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass sich viele ernsthafte Gedanken darüber machen und auch den Anspruch haben sich sinnvoll zu beteiligen und nicht nur irgendein Blödsinn posten wollen. Mich würde da ganz besonders die Meinung oder das Empfinden der anderen Blogger interessieren.
Zum anderen ist mir aufgefallen, dass eigentlich eine Gruppe im Seminar fehlt. Und damit meine ich jetzt gar nicht Gruppe 1 und 2, man denke nur an die letzte Sitzung, sondern viel eher eine Gruppe 9. Denn wenn man sich die einzelnen Teile der Konzepte ansieht, drängt sich eigentlich der Entschluss auf, dass alle zusammen das Gesamtpacket schlecht hin bilden. Diese Gruppe 9 des Gesamtkonzepts könnte die einzelen ausgearbeiteten Teile zusammenfügen und den Feinschliff vollziehen. Denn wenn ich als Kunde die Konzepte so der Reihe nach anhöre, wie das quasi letzte Sitzung in Rohfassung geschehen ist würde ich mir am liebsten von jeden Teil so ein Stück herauspicken und man hat so sein individuelles “Rund-um-Sorglos Packet”. Ich finde es sehr interessant und, vom Inhalt komplett unabhängig, ein tolles Ergebnis, dass sich die einzelnen Gruppen so zusammenfügen. Ich bin sehr gespannt auf das Feedback der Experten am Freitag und vielleicht hat ja der oder die eine oder andere noch einen Kommentar für mich auf Lager.
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Sandra Hofhues
Hallo Dennis,
vielen Dank für Deinen kritischen Blick und die ehrlichen Worte. Mit Sicherheit ist es eine sehr große Herauforderung, in einem Projektseminar ein vages Vorhaben “greifbar” zu machen. Als Dozentin habe ich aber den Eindruck, dass Euch das über die letzten Monate wirklich gut gelungen ist und auch die Konzepte waren bei der Vorstellung in der vergangenen Sitzung auf wirklich gutem Niveau. Natürlich habe ich die Hoffnung, dass Ihr morgen noch mal ein i-Tüpfelchen draufsetzt, aber das ist ja klar
Ich möchte daher vielmehr die Anregung mit Gruppe 9 aufgreifen und dazu anmerken, ob und wie eine solche Gruppe im Rahmen eines Seminars umsetzbar ist. In verschiedenen Veranstaltungen habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass gerade das gruppenübergreifende Arbeiten innerhalb einer Veranstaltung kaum machbar ist. Das hat damit zu tun, dass alle erst “kurz vor knapp” ihre Ergebnisse (sprich Konzepte) haben und die Vorlesungszeit nach 3-4 Monaten beendet ist. Hinzu kommt, dass die Gruppen meist für sich arbeiten und ihr Wissen nur bedingt teilen (z.B. in Zwischenpräsentationen und in Blogs). Ich finde die Anregung daher sehr gut, meine aber, dass dies für den Kontext eines Seminars sehr schwer zu organisieren ist… oder hast Du konkrete Ideen, wie man das machen kann?
Viele Grüße,
Sandra
#1 Kommentar vom 28. Januar 2010 um 10:26
katha
Auch mir fehlte streckenweise die Anleitung in diesem Seminar, vor allem eben eine Verknüpfung der Themen.
Als ich deinen Artikel gelesen habe, dachte ich mir allerdings auch, dass es eine Gruppe 9 wohl sehr schwer haben würde. Vielleicht hätten wir alle zusammen Gruppe 9 sein können (oder sollen), indem wir den Diskurs hier im Blog fortsetzen – auch um die Pausen zwischen den Präsenzveranstaltungen besser auszunützen.
Doch irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass uns dies nicht so gelungen ist. Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Größtenteils hatten wir jedenfalls Mühen, Themen zum Twittern oder Bloggen aufzuspüren. Die Aussage „ich weiß nicht, was ich twittern/bloggen kann“ fiel in der Tat recht häufig.
Wahrscheinlich brauchen wir einfach ein wenig mehr Anleitung. Vielleicht wäre es für das nächste Mal hilfreich, wenn du, Sandra, ein stückweit die Moderation der virtuellen Diskussion übernehmen könntest?!
#2 Kommentar vom 28. Januar 2010 um 17:04
Sandra Hofhues
Hallo Ihr,
finde es ganz spannend, dass Ihr in Bezug auf das Bloggen mehr Anleitung einfordert und nehme das als Anregung gern mit! Grundsätzlich weiß ich allerdings nicht, ob ein Blog bei starker Anleitung noch das richtige Instrument für ein PROJEKTseminar ist. Beim Bloggen geht es ja viel um die Reflektion und konkret um den Prozess des Schreibens, des Ausschließens von Nicht-Relevantem ggü. Relevantem und dem dahinter liegenden (eigenen) Entscheidungsprozess. Insofern bin ich (und das ist meine persönliche Meinung) sehr skeptisch, was zu viele Vorgaben bei (Gruppen-)Blogs angeht. Allerdings sehe ich sehr wohl, dass die prinzipielle Offenheit gerade dann schwierig ist, wenn man (wie die meisten von Euch) keine Erfahrung mit Blogs hat und man sich erst mal daran gewöhnen muss, öffentlich zu schreiben. Würde es Euch bspw. leichter fallen zu schreiben, wenn wir hier einen geschützten (also nicht-öffentlichen) Raum hätten oder spielt die Zugänglichkeit der Blogeinträge keine Rolle für Euch?
Kathas Idee, dass wir alle zusammen Gruppe 9 sein könnten, finde ich sehr gut und nehme die Anregung auf jeden Fall morgen mit ins Seminar. Denn die Abschlusspräsentation bietet bestimmt viele Möglichkeiten, außerhalb der Uni weiterzudiskutieren – gerade mit den anwesenden externen Experten.
Viele Grüße,
Sandra
#3 Kommentar vom 28. Januar 2010 um 17:46
juliah
Ich glaube das Bloggen selbst oder Twittern ist nicht unbedingt das Problem gewesen, sondern eher der Anspruch, dass es im Rahmen eines Seminars geschieht und vor allem, dass diese Form der Arbeitsaufgabe benotet wird. So waren, glaube ich, vor allem die Blogger damit beschäftigt nach neuen Themen zu suchen, die man vor allem unter notentechnischen Gesichtspunkten möglichst lesenswert und anspruchsvoll aufbereiten kann. Mir war irgendwie längere Zeit nicht so ganz bewusst, dass dieser Blog vornehmlich ein Reflexionsinstrumten ist und vielleicht weniger eine Wissenschaftsjournal, wobei ich die Beiträge durchaus immer sehr interessant und anregend fand. Dennoch ist der direkte Bezug zum Seminar und seinen Ergebnissen etwas verloren gegangen. Vielleicht hätte es eher geholfen, wenn man das Bloggen oder Twittern etwas gebündelt hätte, z.B. jeweils eine Gruppe die Ergebnisse der letzten Sitzung hier gepostet hätte, um so neue Diskussionen anzuregen. Wobei die Konzeptentwicklung, meiner Meinung nach, auch kaum mit Twitter oder dem Blog vernetzt wurde.
Was die Diskussion um die Einzelkonzepte angeht, bin ich davon ausgegangen, dass unsere Ergebnisse sowieso am Ende sich zusammenfügen. Ich glaube die Themen wurde doch schon mit diesem Hintergedanken konzipiert, nicht wahr? Wobei es durchaus für zukünftige Projektseminare spannend wäre, Möglichkeiten oder Tools auszuprobieren, wie aus vielen Einzelideen und Beiträgen unterschiedlicher Gruppen eine große gemeinsame Sache bzw. Konzept entstehen könnte. Hier fände ich vor allem wichtig, dass die Seminarform eher ein produktiveres Arbeitsklima schafft und unterstützt. Meiner Meinung nach, kann ein Block-Wochenende, wo gemeinsam gearbeitet wird, hier schon sehr unterstütztend wirken. Denn auch wenn wir irgendwie ein gemeinsames Ziel vor Augen hatten, entsteht dennoch immer eine Art Konkurrenzdenken (”Oh nein, die Gruppe nimmt uns etwas vorweg.” “Das haben wir doch auch in unserem Konzept!” usw.).
#4 Kommentar vom 28. Januar 2010 um 18:10
Dennis
Hallo Zusammen,
also erstmal was die “Gruppe 9″ angeht:
So spontan fiele mir da z.b. die Möglichkeit ein, dass diese Gruppe ihren Beitrag eben erst über die “Semesterferien” als quasi Hausarbeit leistet. Allerdings, und da muss ich euch recht geben, ist das natürlich auch nicht so leicht, sei es durch das Wissen was die anderen Gruppen für sich behalten oder rein organisatorisch. Da finde ich die Idee von Katha nicht schlecht, dass alle zusammen gerne auch im virtuellen Raum diese Rolle übernehmen. So könnte man eventuell auch das zweite von mir angesprochene Problem etwas sinnvoll befeuern. So könnte man virtuell die einzelnen Teile nach der Vorstellung konzeptuell zusammenfügen und hätte so ein gemeinsames “Projekt”. Details müsste man sich da dann eben noch genauer überlegen, aber ich glaube das könnte funktionieren.
Was das Bloggen ansich angeht, so muss ich erstmal sagen, dass es für mich keinen Unterschied macht, ob der eher geschlossen oder offen ist. Dies war das erste Mal für mich, dass ich für einen Blog geschrieben habe und die Tatsache, dass meine Inhalte dann gleich für Alle zu lesen sind haben mich nicht so sehr gehindert, wie das viel greifbarere Problem ein gewisses Niveau zu erreichen. Das ist mir leider nicht so gelungen wie Anfangs noch gedacht, aber das verbuche ich schonmal als Lernerfolg. Die Tatsache, dass es thematisch zum Seminar passen muss und dass sich Noten daraus ergeben spielt da sicherlich auch mit rein.
Hier fände ich eine kleine Anleitung oder einen Rahmen der von Sandra gegeben würde gar nicht so schlecht. Wobei ich Sandra schon auch recht geben muss, dass man es nicht zu sehr regeln sollte, denn sonst geht viel vom “Freigeist” verloren und man hat schnell nur noch einheitliche Beiträge. So war es ein breites Spektrum an unterscheidlichen und interessanten Beiträgen, wenn auch nicht unbedingt immer super passend zum Seminarkontext, wie Julia ja auch schon festgestellt hat.
#5 Kommentar vom 28. Januar 2010 um 18:35
julehl
Zur Diskussion um die thematischen Inhalte in diesem Blog denke ich, dass es nicht schlecht war, die innerhalb der Gruppen geleisteten und sich sehr stark an der Praxis orientierenden Konzeptideen durch weitere, die Non-Profit-PR betreffende Inhalte abzurunden. Ich finde, dass sich dies auch sehr gut in das gesamte Seminar einfügt, da ja anfangs eine Begriffsklärung stattfand, und es anschließend an die Ausarbeitung der Konzepte ging. Eine ergänzende Auswahl an Nonprofit-PR-Beispielen und/oder Thematiken aus der Praxis finde ich daher sehr sinnvoll und auch notwendig, um so auch einen besseren Blick auf die breiten Anforderungen in der täglichen Praxis der Nonprofit-PR zu erhalten.
Etwas schwerer hätte ich persönlich mich mit dem Schreiben der Blogbeiträge als Reflexion auf die Projektarbeit getan, da ich aufgrund der Größe unserer Projektgruppe ja immer nur einen Teil des Gesamtprojekts bearbeite, und so eine Gesamtperspektive für die in der Gruppe geleistete Arbeit meiner Ansicht nach fehlen würde.
#6 Kommentar vom 30. Januar 2010 um 09:53
lucy
Ich muss ehrlicherweise sagen, dass auch ich mich eher schwer getan habe, in diesem Blog Beiträge zu verfassen. Das liegt aber vor allem daran, dass ich an mich selbst den Anspruch stelle, qualitativ hochwertige Beiträge zu verfassen und dabei Inhalte zu liefern, die einen Mehrwert bringen können. Deshalb fiel es mir eher schwer, etwas zu verfassen, weil man doch irgendwie fürchtet, nur etwas zu schreiben, um etwas zu schreiben und dann eben den Anspruch verfehlt. Dass man den Blog sehr gut zur Reflexion der eigenen Arbeit und Arbeitsfortschritte nutzen könnte, ist vielleicht im Seminar (zumindest mir) nicht so ganz klar gewesen. Vielleicht könnte es dazu im nächsten Semester oder in anderen Seminaren, in die ein Blog integriert werden soll, etwas deutlicher gemacht werden. Denn prinzipiell finde ich, dass so ein Blog durchaus einen Mehrwert für ein Seminar bieten kann.
Zu der Idee der Gruppe 9: Wie wäre es denn, wenn jede Gruppe am Ende ihrer Dokumentation ein Fazit zusammenstellt (was wahrscheinlich eh jede Gruppe fest eingeplant hat) und dieses dann als Blogeintrag vorstellt? So hätten wir zumindest eine gute Übersicht der Ergebnisse jeder Gruppe, die man dann eventuell in einem weiteren Schritt noch zusammenfassen könnte. Denn auch ich bin der Meinung, dass sich die Konzepte ziemlich gut ergänzt haben und als Gesamtes durchaus eine solide Arbeitsgrundlage bilden. Vielleicht magst du, Sandra, ja mal über meinen Vorschlag nachdenken…?
#7 Kommentar vom 01. Februar 2010 um 22:26
Evelyn
Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass der Blog eigentlich wirklich weniger für neue Informationen und allgemeine Diskussionen gedacht war, sondern hauptsächlich für die Reflexion der konkreten Projektarbeit?
In dem Fall denke ich, wäre es vor allem auch sinnvoll gewesen weniger zu reflexieren, sondern in den Projektgruppen aufkommende Fragen hier in Form von Diskussionsfragen zu diskutieren. Zum Beispiel hätte die Gruppe (Gruppe3?), welche das Tagungskonzept entworfen hatte, ihre Ideen posten können und wir darüber diskutieren. Das wäre bestimmt spannender geworden. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob das nicht dann eher ein Forum ist als ein Blog.
Oder irre ich mich, dass Blogs doch eher unidirektional sind? Wäre es dann nicht sinnvoller andere Web2.0-Anwendungen, wie z.B. Foren, zu nutzen?
#8 Kommentar vom 09. Februar 2010 um 11:09