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Web 2.0 und Non-Profit-PR -


1. November 2009

Wie die technologische Kommunikation zielgruppenorientierte Kommunikation verändert

In guter, alter Manier findet Ihr hier wieder die Präsentation zur Web-2.0-Einführung am vergangenen Freitag. Schwerpunktmäßig ging es dabei um das veränderte Mediennutzungsverhalten und die Implikationen, die sich daraus für die Kommunikation ganz allgemein, aber auch für Non-Profit-Organisationen im Speziellen ergeben:

Wer Lust hat, kann zudem eine Kurzzusammenfassung des Seminars bei mir auf dem Blog nachlesen.

27. Oktober 2009

Kommunikation/PR im Web 2.0

Ich habe mich an die brandeins: Kommunikation/PR  (Ausgabe 02/2009) erinnert. Hier wird das Thema Kommunikation/PR aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Volltexte sind unter brandeins.de lesbar.

Für unseren Seminarkontext finde ich 2 Artikel besonders spannend.

“Glaubwürdigkeit als Kapital” über die erfolgreiche Kommunikationsstrategie von Amnesty International und “Skandal in Echtzeit” wo die Macht und die Eigendynamik sozialer Netze thematisiert wird.

Zum ersten Artikel:

1. Bemerkenswert finde ich, dass Amnesty International mit Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit, also einer offenen Kommunikation Erfolg hat. Das Motto “Gründlichkeit geht immer vor Geschwindigkeit” ist übertragbar und sollte bei sämtlichen Veröffentlichungen an erster Stelle stehen. So können Fehler oder gar Skandale bereits im Vorfeld vermieden werden.

2. Unabhängigkeit von NPOs macht diese unangreifbar, weil sie weder einer politischen Richtung noch eines wirtschaftlichen Interesses zuzuordnen sind. Eine NPO sollte sich daher bei Marketing-Kooperationen mit einem unternehmen immer auch über die negativen Folgen bewusst sein. (Dies gilt z.B. auch für die Diskussion im Spannungsfeld der Ökonomier und Bildung).

3. Hervorzuheben ist auch das “Agenda Setting” also mediale und öffentliche Aufmerksamkeit für ein Thema zu schaffen. Eine Spielart ist das “Agenda-Surfing” wo man auf ein passendes in den medien kursierendes Thema aufspringt und eigene Aktionen startet oder als (etablierter) Experte zu Wort kommt. Eine Chance für NPOs liegt z.B. darin Aktionen zu starten, die an Großereignisse gekoppelt sind, um die hohe Aufmerksamkeit auf das eigene Thema (oder eine neue Perspektive des Themas) zu lenken.

Im Web 2.0 Kontext fällt mir hier spontan die Solidarisierungswelle in den Social Media Anwendungen für die Iranerin Neda ein. Ungeachtet ob real oder fake, diese Aktion ging in den Medien um die ganze Welt und hat  Spuren hinterlassen.

Zum zweiten Artikel:

Im Mittelpunkt steht die Aussage, das im Mitmachweb auf Kommunikation direkt reagiert werden kann. Dies jedoch müssen viele Unternehmen erst noch lernen.
Festhalten möchte ich, dass man das Internet mit all seinen Akteuren ernst nehmen und z.B. den Umgang mit Bloggern nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Beispiel siehe Artikel “Skandal in Echtzeit”,

ein weiteres bekanntes Beispiel “Du bist Deutschland Kampagne”:

Es sei an die schier endlose und ausufernde Diskussionen rund um die “Du bist Deutschland Kampagne” 2006 erinnert: Eine interne E-Mail von PR-Profi Jean Remy von Matt drang aus der Agentur ins www. In der Mail verunglimpfte JRvM die Blogs als Klowände des Internets. Dieser Fauxpas hätte der Kampagne fast den Erfolg gekostet. (passt zu: shofhues Wende Dich nie gegen das Internet – es kann nur schief gehen: http://is.gd/4AEzX#npo09).

Eigendynamik des Netzes: Diese Aktion von JRvM hat es sogar in seinen Wiki Eintrag geschafft.

Grüße
Tobi